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Kurze Information über die Gemeinde

Die ev. Johannesgemeinde ist eine kleine Gemeinde und umfasst zur Zeit in etwa 450 Gemeindeglieder. Die Veranstaltungen finden in der Regel im Gemeinderaum am Ahornplatz statt. Für die Gottesdienste mit vielen zu erwartenden Besuchern, wie Heiligabend, Vorstellung und Konfirmation u.a. steht die Kapelle am Waldfriedhof zur Verfügung; z.B. auch für Konzerte des Posaunenchores.

Ihren regelmäßigen Gottesdienst feiert die Gemeinde jeweils am 4. Sonntag im Monat um 10:00 Uhr im Gemeinderaum. Dazu gibt es Fest-, Feiertags und Sondergottesdienste.

Freizeiten für Kinder bietet die Kirchengemeinde Hüttenfeld an; Freizeiten für Jugendliche bieten die Dekanate Ried und Bergstraße an, ebenso Mitarbeiterschulungen für Ehrenamtliche in der kirchlichen Jugendarbeit.

Den ökumenischen Weltgebetstag am ersten Freitag im März feiert die Johannesgemeinde im Wechsel und gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Gemeinde Hüttenfeld jeweils in den Gotteshäusern.

Das Kirchen-Kino ist eine Veranstaltung der etwas anderen Art; Sie sollten da mal reinschauen.

Zusammen mit der Kirchengemeinde Hüttenfeld gibt die Johannesgemeinde einen Gemeindebrief heraus; er erscheint alle 2 Monate, also am 1.2.; 1.4.; 1.6.; 1.8.; 1.10. und 1.12 jeden Jahres. Er informiert über Geschehenes und Aktuelles; er wird kostenlos in alle Neuschlösser Haushalte verteilt.

Im Schaukasten der Johannesgemeinde beim Gemeinderaum am Ahornplatz informieren wir ebenfalls über vergangene und bevorstehende Ereignisse.

 


Geschichte der Gemeinde

Viele Neuschlösser könnten heute noch berichten, wie das damals war, als der Ort seine erste Kirchengemeinde bekam. Sie könnten es, weil nicht wenige von ihnen dabei waren, als vor fast 30 Jahren, genauer gesagt am 1.1.1983, die evangelische Gemeinde Neuschloß begann.
30 Jahre sind kirchengeschichtlich beileibe keine lange Zeit, und so darf man die heutige Johannesgemeinde - altersmäßig gesehen - ruhig noch als Kleinkind bezeichnen.

Dass die Gemeinde so jung ist, hat für den Verfasser dieser Seiten auch Vorteile: Vieles wurde genau dokumentiert und kann so nachgelesen und wiedergegeben werden. Der Dank für diese Arbeit gilt vielen, drei Namen aber sollten besonders hervorgehoben werden: Adam Steffan (†), Hermann Lenhardt und Karl Stoll.

Was die drei in den Festschriften zum 10- bzw. 20-jährigen Jubiläum der Gemeinde akribisch und umfangreich festgehalten haben, bildet weitestgehend die Grundlage dessen, was Sie auf den Unterseiten dieser Homepage lesen können. Es wurde ergänzt durch Berichte über die Ereignisse aus der neueren Zeit.


Sicherlich eine der größten Enttäuschungen in der sonst so erfolgreichen Entwicklungsgeschichte der Johannesgemeinde Neuschloß war die Erkenntnis, dass das Gemeindezentrum auf dem Grundstück zwischen L 3110 und Wacholderweg so nie gebaut werden konnte. Als man nach 10 Jahren Gemeinde mitten in der Planung steckte kamen der "Altlastensommer 1993" und der große STOPP !! 
Vielleicht hatte es so kommen sollen, wie der damalige Gemeindepfarrer Sartorius in seinem Vorwort zur Festschrift schon ahnte. Er sprach damals von der "anderen Gemeinde", der Gemeinde ohne Zuhause, ohne Pfarrhaus, der Gemeinde mit Gästestatus in fremden Räumen. Er sprach von der LKN, der zukünftigen 'Laden-Kirche-Neuschloß' - und so etwas ähnliches ist es ja geworden.

Doch genug der Vorrede, kommen wir zu einer systematischeren Betrachtungsweise der .......

So hätte es mal werden sollen
SOOOO nicht

Und das ist daraus geworden

Begonnen hatte alles schon vor dem 1.1.1983, dem Geburtsdatum. Denn bei Kirchengemeinden ist es wie im richtigen Leben: So eine "Geburt" will vorbereitet werden. Statt Schwangerschaftsgymnastik gab es Gespräche und Verhandlungen, statt des Babybettchens ein Gründungsgeschenk.

Als Anfang der 80er Jahre klar war, Neuschloß würde auf Grund eines Neubaugebietes wachsen, entließ die 'Mutter' Lukasgemeinde ihr 'Kleines' in die Selbständigkeit. Parallel dazu wurde beantragt, die bisherige Pfarrvikarstelle Hüttenfeld, die auch zu Lukas gehörte, in eine ganze 'Pfarrstelle Neuschloß/Hüttenfeld' umzuwandeln. Das war im August 1982. Im November wurde 'das Kleine', die neue Gemeinde, dann noch mit dem Nötigsten (einem Bauplatz für ein Gemeindezentrum und Baugelände zum Verkauf als Anschubfinanzierung für dasselbe) ausgestattet und auf den Weg geschickt.

Die Jahre 1983 bis 1985 erwiesen sich dann - wie nicht anders erwartet - als die "Kleinkind- bzw. Erstlingsjahre":
• am 07.03.83: Konstituierende Sitzung des vom Dekanatssynodalvorstand eingesetzten Verwaltungsauschusses
• am 01.10.83: mit Norbert Ansorg kommt der erste eigene Pfarrer (Pfarrvikar) nach Neuschloß (und Hüttenfeld)
• am 05.04.84: Erste Gemeindeversammlung im Gasthaus Kurpfalz
• am 15.04.84: Erste Konfirmation nur für Neuschlösser Kinder (in der Gustav-Adolf-Kirche in Hüttenfeld)
• am Pfingstmontag: Erste Teilnahme am ökumenischen Waldgottesdienst der beiden Hüttenfelder Gemeinden
• am 18.06.84: Erster Frauentreff im Gasthaus Kurpfalz, dann zunächst privat bei Sabine Götz
• am 28.10.84: Erster Gottesdienst in der Friedhofskapelle
• am 3. Advent: Erster Adventsnachmittag im Gasthaus Kurpfalz, ausgerichtet durch den Frauenkreis
• am 28.04.85: erste Kirchenvorstandswahlen; Wahllokal in der Volksbank
• am 12.05.85: die erste Konfirmation in der Kapelle am Waldfriedhof
• am 31.05.85: der erste Pfarrer geht schon wieder - Norbert Ansorg verlässt Neuschloß und Hüttenfeld.
• Im Oktober 85 kam dann der "Neue", und Pfarrvikar Christoph Meier-Dörken zog sogar nach Neuschloß in das extra angemietete Pfarrhaus im Eichenweg 14. Dieses Pfarrhaus beinhaltete neben der Wohnung auch einen kleinen Raum im Keller, in dem bald alles stattfand, was irgendwie hineinpasste: Kirchenvorstandssitzungen, Konfirmandenunterricht, Gruppenstunden ....

Nun hatte man (fast) alles durch, was so eine Gemeinde an Erstlingserfahrungen machen muß. Ein paar Gruppengründungen schlossen sich noch an: Im September 86  wurden die Bastelgruppe, der Seniorennachmittag und der Kirchenchor 'geboren'.

Die Erfahrungen mit dem 'Pfarrer vor Ort' waren so positiv, dass man im Februar 1987 beschloß, neben dem geplanten Gemeindezentrum nun auch ein Pfarrhaus zu bauen. Bereits 1984 hatte man vorsorglich beides beim Bauausschuß der EKHN in Darmstadt beantragt.
Die Gemeinde entwickelte sich weiter: dem ersten Gemeindefest im Mai 1987 folgte im Juni der erste Ausflug der Senioren; nach dem ersten Kindergottesdienst im April 88 bildete sich im Mai 89 die Krabbelgruppe.
Doch dann musste im Juli 1990 schon wieder Abschied genommen werden: Pfarrer Meier-Dörken verließ Neuschloß in Richtung Taunus; er wurde Schulpfarrer in Oberursel.

Ihm folgte im Mai 1991 nicht nur Hans-Jochim Sartorius als Pfarrer; im September erfolgte auch die Planungsfreigabe für Gemeindezentrum und Pfarrhaus durch den Bauauschuss der Kirchenverwaltung in Darmstadt.

Im September 1992 weilte erstmals ein kirchlicher Besuchsdienst bei den beiden Kirchengemeinden. Er konnte den Gemeinden durchweg Positives zurückmelden.

Das Jahr 1993 fing dann so vielversprechend an: Das erste Frauenfrühstück am 18. Februar und das Feierabendmahl am Gründonnerstag schlugen voll ein und entwickelten sich mit der Zeit zu Dauerbrennern im Gemeindeleben.

Doch dann kam der Sommer der Enttäuschungen (siehe oben). Das Gemeindefest am 4.+5. September trug zwar noch den hoffnungsvollen Titel "Komm, bau ein Haus!", aber das wirkte schon anachronistisch bei dem fast zeitgleich erfolgten Aufschub aller geplanten Bauvorhaben.

Doch es musste weiter gehen, man wollte vorwärts denken, auch um der Kinder willen. Hatten sich doch im September eine neue Kindergruppe und im Oktober der Kinderchor unter Leitung von Inge Hoppner gegründet. Ihnen  folgte im Januar 94 eine Kleinkindergruppe.
Im April 1994 wurde die Pfarrwohnung im Eichenweg gekündigt; Pfarrer Sartorius zog um nach Hüttenfeld.
Genau wie 1994 (10 Jahre Frauengruppe im August und ein neues Gesangbuch im Oktober) brachte auch 1995 Neues und Bewährtes: dem Kirchenchor im Januar einen neuen Dirigenten, dem Seniorennachmittag im Mai die 100. Auflage.

1996 wechselte (mal wieder) der Pfarrer: Im Januar ging Hans-Joachim Sartorius nach Offenbach; im August kam Reinald Fuhr, der zuvor als Schulpfarrer im Schuldorf Bergstraße gearbeitet hatte und schon zu der Zeit in Hüttenfeld wohnte, wo er auch blieb.
Und noch etwas geschah in diesem Jahr: Eine Gruppe von 12 Bläsern des Posaunenchores Lampertheim fand nach Querelen und Trennungen im Januar eine neue Heimat in der Johannesgemeinde. Der Keller unter dem Bürgersaal wurde ihr neuer Proberaum. Mit dem Chor kamen auch kirchenmusikalisch neue Akzente ins Gemeindeleben.
Am Muttertag 1998 gaben sie in der Kapelle ihr erstes Konzert unter dem Motto 'Musikalischer Blumengarten.'

1999 hatte dann die Heimatlosigkeit der Gemeinde ein Ende: man erwarb von der Volksbank Lampertheim die leerstehenden ehemaligen Filialräume am Ahornplatz und konnte sie nach Umbauarbeiten am 21. März einweihen und mit Leben füllen.
Neue Räume - neue Ideen: Am 10. Juli lud man zum ersten Kirchencafé ein.
Am Ende des Jahre gab Elisabeth Hofmann-Ehret ein kurzes Intermezzo als Leiterin des Kirchenchores, bevor dieser sich im Januar 2000 mit den Hüttenfeldern zum neuen Kirchenchor Hüttenfeld/Neuschloß unter der Leitung von Ronald Ehret zusammenschloss.

So verging die Zeit: Manche Gemeindegruppen lösten sich auf, andere kamen neu hinzu. Manch neue Idee blieb eine Eintagsfliege, anderes konnte sich etablieren, wurde wiederholt und blieb. Der normale Rhythmus von Werden und Vergehen hatte auch die Johannesgemeinde erfasst: Wöchentliches, monatliches, jährliches - vieles kam immer wieder. Man freute sich einerseits drauf, wusste andererseits allerdings auch, dass ein aktives Gemeindeleben immer die Aktivierung aller durch Einzelne bedeutet.

Am 28. September 2003, am Erntedankfest, feierte die Gemeinde mit einem Gemeindetag ihr 20jähriges Bestehen.

Am 24.04.2003 führte Umweltminister Dietzel den ersten Spatenstich aus - die Sanierung der Bodenverunreinigungen im Bereich des ehemaligen Betriebsgeländes der chemischen Fabrik Neuschloß begann - projektiert auf eine Dauer von 8 Jahren und verbunden mit Gesamtkosten von über 70 Mio. EUR mit einem begrenzten Eigenkostenbeitrag der betroffenen Eigentümer. Diese belastende Zeit ging im September 2011 endlich zu Ende. Ein großes Bürgerfest, zu dem die Johannesgemeinde einen Gottesdienst und mehr beisteuerte, bildete den Abschluß eines schlimmen Kapitels der Stadtteilgeschichte - hoffentlich. In Neuschloß will von Altlasten so schnell keiner mehr ein Wort hören.

Doch nun droht in den letzten Jahren ein neues Unheil: Die geplante ICE-Strecke der Bahn würde nach der Variante C unmittelbar an Neuschloß vorbeiführen und den Wald zerschneiden. Dagegen wehren sich zusammen mit der Stadt Lampertheim der Stadtteil Neuschloß und die Johannesgemeinde. Es drohen unzumutbare Lärmbelästigung, eine Gefahrenstelle für Zug- und Straßenverkehr und die Zerstörung eines Naherholungsgebietes.

Zurück zum Gemeindeleben: Im Jahr 2006 erhielt Pfarrer Fuhr einen Hauptamtlichen an seine Seite gestellt. Dekanatjugendreferent Jörg Lingenberg wurde mit einer halben Stelle nach Neuschloß und Hüttenfeld abgeordnet mit dem Ziel, die Jugend- und Konfirmandenarbeit zu intensivieren und Pfarrer Fuhr zu entlasten. Starke Konfirmandenjahrgänge mit zwei Lerngruppen machten dies notwendig.
Durch Umstrukturierungen innerhalb des Dekanats wechselte er 2010 nach Bürstadt und Bobstadt; die halbe Stelle wurde neu ausgeschrieben und im November 2010 durch Astrid Münk-Trindade wieder besetzt. Sie hat ihr Augenmerk auf die Schwerpunkte Kinder, Konfirmanden und junge Familien gelegt. Man darf gespannt sein, was sie alles bewegen wird; zuzutrauen ist ihr vieles.

Man darf auch gespannt sein, wohin die vor uns liegende Zeit Neuschloß und seine Kirchengemeinde führen wird. 2013, wenn Hüttenfeld 200 Jahre Namensgebung feiert, feiert die Johannesgemeinde ihren 30. Geburtstag.
30 Jahre - manchen, die von Anfang an dabei waren, wird es vorkommen, als sei die Zeit wie im Fluge vergangen.
Erwin Walter (verstorben 2014)

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Bilder aus dem Gemeinderaum

Bildernachweis:
Christian Lechelt/
Ev. Dekanat Ried